| Feuertaufe Crashtest |
![]() Ein Crashtest mit Brandversuch und eine Umfrage belegen: Autogas ist eine sehr sichere und alltagstaugliche Alternative Vertauschte Rollen: Der Feuerwehrmann – eigentlich ein Garant für das Löschen von Bränden – bemüht sich, das Heck eines Autos anzuzünden. Das Zündeln ist der Abschluss eines umfangreichen ADAC-Tests. Wir wollten wissen: Mit welchen Schwierigkeiten müssen Kunden rechnen, wenn sie eine Autogasanlage nachrüsten lassen? Und: Ist das Auto nach dem Umbau noch crashsicher? Oder droht es beim Unfall zu explodieren? Mit einem Opel Astra Caravan, der nachträglich für Autogas (LPG) umgerüstet wurde, probten wir den Ernstfall. Erste Crash-Prüfung: der Heckaufprall. Ein 1360 Kilo schwerer älterer Opel Kadett kracht von hinten mit Tempo 60 auf den stehenden Autogas-Astra. So wird ein schwerer Auffahrunfall simuliert, der sich an eine strenge amerikanische Prüfnorm für Fahrzeugtanks anlehnt – ein harter Test für die Autogasanlage, deren Zusatztank im Kofferraumboden eingebaut ist. Trotzdem Entwarnung: Die Autogas-Anlage bleibt völlig unbeschädigt und hält dicht. Lediglich die verklemmte Heckklappe stört, weil so den Rettungskräften der Weg zur schnellen Prüfung der Gasanlage zunächst versperrt ist.
Viele Menschen haben Angst, dass ein Gasauto bei einem Fahrzeugbrand explodiert und damit für die eingesperrten Insassen oder Unfallhelfer gefährlich wird. Die Furcht ist unbegründet, wie unser Brandversuch belegt. Unter dem Heck des Autos wird eine mit Benzin gefüllte Wanne entzündet – um das Auto lichterloh brennen zu lassen. Damit soll geprüft werden, ob von der Gasanlage eine zusätzliche Gefahr ausgeht. Der Tank wird heiß, weshalb sich das Sicherheitsventil des Gasbehälters öffnet und den Überdruck abbaut. Kontrolliert entweicht immer wieder Gas, bis der Behälter nach zehn Minuten leer ist. Die aus dem Gasstrom entstehende Feuerlanze ist auf den Boden gerichtet, die von Laien erwartete Explosion bleibt aus. Die Sicherheitstechnik hält also, was sie verspricht. Das zeigt: Ein Fahrzeug mit Autogas ist genauso sicher wie jedes andere Auto mit üblicher Benzin- oder Dieseltechnik – entsprechend entspannt lassen sich Vor- und Nachteile von Autogas im Alltagsbetrieb diskutieren. Umfrageergebnis: Die überwiegende Mehrheit der Umfrageteilnehmer ist mit der Autogas-Nachrüstung und der täglichen Nutzung ihres Fahrzeugs sehr zufrieden. Zwar hatten 26 Prozent der Befragten bereits Probleme mit der Gasanlage. Doch fast immer lag die Ursache in der falschen Einstellung des Einspritzsystems, was meist rasch behoben wurde. Fielen Reparaturen an, wurden immerhin 70 Prozent auf Garantie, Kulanz oder als Serviceleistung kostenlos durchgeführt – ein Wert, der auch im normalen Werkstattbetrieb Schule machen sollte. 73 Prozent sind mit dem Autogas-Netz zufrieden, 23 Prozent mittelmäßig zufrieden und nur drei Prozent unzufrieden. Die Tankquote überzeugt: 94 Prozent der Autogas-Nutzer fahren zu 90 Prozent oder mehr durchgängig mit dem alternativen Kraftstoff. Und eine Antwort beeindruckt besonders: Satte 98 Prozent der Umfrageteilnehmer würden sich auch in Zukunft wieder für die Autogas-Nachrüstung entscheiden. Autogas ist also nicht nur eine crashsichere, sondern auch eine alltagstaugliche Alternative. Quelle: ADACmotorwelt Vorsicht Abzocker! »» |




